3. Adventssonntag – B/2014

Evangelium: Joh 1, 6-8.19-28

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit. So lautet der Eröffnungsvers an diesem dritten Adventssonntag, dem Gaudete-Sonntag. Es ist eine Zeit der Freude: „Der Herr ist nahe! Die Erde jubelt voller Hoffnung über die Ankunft unseres Retters und wartet voll Sehnsucht auf seine Wiederkunft am Ende der Zeiten.
Wir treffen wieder auf Johannes den Täufer, der die Botschaft des Propheten Jesaja aufgreift: „Ebnet den Weg für den Herrn.“ Sie steht neben dem Appell des Apostels Paulus: „Freut euch zu jeder Zeit, hört nicht auf zu beten, dankt für alles.“ Das Kommen des Gesandten des Herrn bringt den Armen, den gebrochenen Herzen, den Gefangenen und Gefesselten Heilung und Befreiung. In der ersten Lesung spricht der Prophet Jesaja von seiner Sendung „den Armen eine frohe Botschaft zu bringen, die gebrochenen Herzen zu heilen. Den Gefangenen die Entlassung zu verkünden und den Gefesselten die Befreiung. Der Lobgesang Marias, das Magnifikat, greift das Thema der Befreiung für die Armen auf: „Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.“ Der Halleluja-Vers wiederholt noch einmal die Botschaft des Jesaja: „Der Herr hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen.“ Das Geschenk der Erlösung, das wir an Weihnachten feiern werden, leuchtet uns schon voraus. Es ist ein Fest der Befreiung. Sowohl für jeden einzelnen von uns als auch für unsere Gemeinde, unsere Familien und Gemeinschaften, in denen wir leben. Die Armen und Betrübten werden diese Befreiung als erste erfahren. Ihnen gilt die besondere Zuwendung Gottes. „So wie die Erde Früchte hervorbringt, so bringt Gott der Herr Gerechtigkeit hervor.“ Das ist seine Zusage an uns. Jesus kommt zu uns, damit unsere menschliche Gemeinschaft nicht mehr länger überschattet wird von Armut und Unterdrückung, sondern dass sie unversehrt bewahrt bleibt und heil wird an Geist, Seele und Körper. Als Kirche sollen wir in dieser Welt wie ein Sauerteig wirken, der nach und nach den ganzen Teig durchdringt. Wir sollen diese Welt mit unserem spezifischen Beitrag als Christen prägen. Als Kirche sind wir dazu berufen, in den Armen, den Bedrängten und Unterdrückten die Gegenwart des Herrn zu erkennen, der seine Gemeinde zusammenruft, um tatkräftig zu helfen, wo wir gebraucht werden. AMEN.

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