Ostermontag (B)

Evangelium: Lk 24, 13–35 

Datum: 06.04.2015

Es dauerte lange, bis es für die beiden Jünger Ostern wurde. Auferstehung ist ja nicht das von allen erwartete Happyend eines furchtbaren Desasters. Ostern bringt alles durcheinander. Es stellt die normalen Erwartungen der Menschen auf den Kopf. Seit wann ist denn tot nicht tot? Hat denn das Kreuz nicht gezeigt, wer gewonnen und wer verloren hat? Es war doch alles umsonst. Deshalb gehen die beiden zurück in ihr altes Leben. Da gesellt sich einer zu ihnen. Aber wir kennen ihn nicht; nicht an der Stimme, nicht am Tonfall, nicht an seiner Schrifterklärung. Erst am schlichten Brotbrechen und Danksagen. Da wird es für sie Ostern. Weshalb ist Ostern so schwer zu glauben? Weil uns die Macht des Todes unüberwindlich erscheint. Weil unsere Herzen träge und unsere Augen blind sind. Aber wenn wir auf sein Wort hören und uns von ihm das Brot brechen lassen, dann kann auch unser Herz zu brennen beginnen. Dann können auch wir ihn erkennen. Bitten wir den Herrn, wenn wir jetzt Eucharistie feiern, dass wir im Teilen von Brot und Wein die Herrlichkeit seines auferstandenen Sohnes erkennen. Amen.

0 views